«Entscheidend ist die Dosierung»

Die Stiftung Seevida in Arbon setzt bei der hauseigenen Wäscherei auf die Dosiertechnik EvoClean und die Reinigungsprodukte der DR.SCHNELL AG.

Autor: Andreas Schneider

Die Seevida Stiftung in Arbon (TG) bietet in ihren Häusern Alma, Selma und Villa Lebensräume fürs Alter. 2012 beschloss die Stiftung, ihr bestehendes Bürgerheim – das Haus Bergfrieden mit 21 Zimmern – zu erweitern; sie erwarb die benachbarte Liegenschaft, errichtete darauf einen zweigeschossigen Erweiterungsbau und sanierte das Haupthaus von Grunde auf. So bietet die Stiftung Seevida in den Häusern Alma und Selma jetzt insgesamt 47 modern ausgestattete Einzelzimmer für Senioren sowie zwei 4-Zimmer-Wohnungen für betreutes Wohnen im Haus Villa.

Saubere Wäsche

«Zum Wohlbefinden unserer Bewohnerinnen und Bewohner gehört ganz wesentlich auch der Aspekt nachhaltig sauberer Wäsche», sagt Volker Vatter, Geschäftsleiter der Seevida Stiftung und verantwortlich für den Betrieb, «wir haben daher den An- und Umbau zum Anlass genommen, unsere hauseigene Wäscherei noch professioneller auszurichten und räumlich wie vom Equipment her den erweiterten Anforderungen an die Textilhygiene anzupassen. Das beginnt bei der Auswahl der Waschmaschinen über die Schleuse für Schmutzwäsche bis hin zur neuen Dosieranlage für die Reinigungsmittel. Qualität steht dabei für uns ganz oben.»

Gutes Preis-/Leistungsverhältnis

Inhouse wäscht die Stiftung Seevida die Berufskleidung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Hosen und T-Shirts, Privatwäsche von Bewohnern des Hauses, Bett- und Frotteewäsche, Servietten, Tischdecken und Abtrockentücher, Vorhänge, die Desinfektionswäsche sowie die Reinigungstücher. «Zuerst haben wir evaluiert, welche Waschmaschinen am besten für uns geeignet sind», erläutert Volker Vatter, «Miele hat uns dann für die Reinigungschemie und die automatische Dosierung Produkte der DR.SCHNELL AG aus Winterthur empfohlen. Wir haben Tests durchgeführt, die Ergebnisse ausgewertet und danach aufgrund des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses den gesamten Part der Textilhygiene inklusive Dosiertechnik, Installation, Service, Wartung, Schulung und den Reinigungsprodukten neu an diese Firma vergeben.»

Seit 2016 im Einsatz

Die neuen Produkte werden seit 2016 in der Stiftung Seevida eingesetzt. Im Oktober letztes Jahres wurde die moderne Dosiertechnik installiert; im Monat darauf schulte Dipl.-Ing. Thomas Lengenfelder von DR.SCHNELL die drei mit der Textilhygiene befassten Mitarbeiterinnen der Stiftung einschliesslich der Hauswirtschaftsleiterin. «Eine praxisnahe Schulung vor Ort ist der beste Start in die Zusammenarbeit», sagt der Spezialist, «so ist von Anfang an klar, worauf es ankommt. Die Dosierung spielt in der Textilhygiene eine Schlüsselrolle – sie richtet sich unter anderem nach der Wäscheart, der Waschtemperatur und dem verwendeten Reinigungsmittel. Stimmt die Dosierung, stimmen auch das Waschergebnis und die Wirtschaftlichkeit – und dies nachhaltig.»

Keine Restchemie

In Arbon wird bei der Dosieranlage auf das neue EvoClean-System gesetzt, auf Basis des wasserdruckbasierten, patentierten Venturi-Prozesses mit integrierter Wasserflöte. Dabei wird das Reinigungsmittel über eine Querschnittsverengung per Unterdruck angesaugt. Diese Dosiertechnik erfordert anders als die gemeinhin üblichen Schlauchquetschpumpen weder drehende Rotoren noch Pumpen noch sich ausdehnende Gummischläuche – und das platzsparende Steuerungskästchen ist noch nicht einmal DIN A3 gross. Integriert ist auch die Nachspülung mit Klarwasser – dadurch bleibt keine Restchemie mehr in Schlauch und Maschine. «Wir sind in der Schweiz die einzigen, die mit dem EvoClean-System dosieren», sagt Thomas Lengenfelder, «das Dosiersystem spart Platz, die Installation ist ebenso einfach wie die Bedienung, und das System ist wartungsarm. Ein grosser Vorteil ist: Die exakt eingestellte Dosierung bleibt über die gesamte Zeit konstant – bei den herkömmlichen Dosiersystemen schwankt die Förderleistung der Chemie, so dass die Qualität des Waschergebnisses ständig überprüft werden muss und Pumpenschläuche regelmässig getauscht werden müssen. In Summe bedeutet dies Prozesssicherheit unabhängig vom Wasserdruck. Schluss mit Schwankungen und Verschleissteilen! Auch die Lebenszeit der Waschmaschine ist dadurch wesentlich höher.» Die Kontrolle über alle Programme sowie die integrierte Kostenauswertung funktionieren beim EvoClean-System im Übrigen per USB-Stick und können vom Kunden selbst ausgelesen werden. 

Das Team der Stiftung Seevida mit den Mitarbeitern von der DR.SCHNELL AG, Andreas Nöthe (Servicetechniker) und Thomas Lengenfelder. Die Unternehmen Miele und DR.SCHNELL AG arbeiten in der Schweiz intensiv zusammen. Dies hat die Stiftung Seevida für ihre neue Wäscherei in Arbon genutzt.
Die neue EvoClean-Dosieranlage für die drei Waschmaschinen basiert auf dem wasserdruckbasierten, patentierten Venturi-Prozess mit integrierter Wasserflöte. Das EvoClean-System kommt ohne drehende Rotoren, Pumpen oder sich ausdehnende Gummischläuche aus. Im Bild oben die Steuerungskästen je Waschmaschine, daneben die Leerstandüberwachung und unten die Kanisterrollwägen für die DR.SCHNELL Waschprodukte. (Bilder: Marc Seeh)

Patentierte Waschmittel-Dosierung

  • • sehr kurze Montagezeiten durch kompakte Bauform und konfektionierte Anschlussleitungen
  • • integrierte Datenerfassung der Durchflusswerte
  • • einfache Erweiterung der Dosieranlagen durch modularen Aufbau
  • • integrierte Gebindeüberwachung durch errechnete Durchflusserfassung
  • • höhere Förderleistung als bei herkömmlichen Schlauchquetschpumpen
  • • integrierte Wassernachspülung: erhebliche Kostenersparnis durch den Wegfall von Wasserflöten sowie weniger Geruchsbelästigung und längere Maschinenlebenszyklen
  • • durch die integrierte Wassernachspülung weniger Probleme mit auskristallisierten Produkten in der Waschmaschine
  • • verständliche Programmierung des Dosiergerätes
  • • keine Verschleissteile: Pumpenschläuche entfallen
  • • weniger Programmieraufwand bei Maschinentausch

Vorpräparierte Reinigungstextilien

So wie bei der Reinigung aller anderen Textilien stimmt in der Wäscherei der Stiftung Seevida auch der Prozess der Reinigung von Reinigungstüchern und Wischmöppen. Im ersten Waschgang werden die Reinigungstextilien vorbereitet – dabei werden Restchemie und Schmutz herausgelöst. Im zweiten Waschgang erfolgt die chemische Reinigung. Und im dritten Gang werden die Reinigungstextilien zwischengeschleudert, mit dem jeweiligen Reinigungsprodukt vorgefeuchtet, sei es MILIZID für die Sanitäreinigung oder FOROL für die Reinigung der Oberflächen, und am Ende auf die gewünschte Restfeuchte endgeschleudert. Stephanie Müller, die die Wäscherei in Arbon leitet, ist hochzufrieden mit der neuen Dosiertechnik: «Wir waschen im Schnitt an vier Tagen die Woche jeweils drei Maschinen. Erstmals haben wir jetzt eine Dosieranlage, und die funktioniert tiptop. Sie ist einfach zu bedienen, und wir haben gelernt, die Produkte auszuwechseln und die richtige Programmwahl für die jeweiligen Textilien zu treffen. Wichtig ist uns zudem, dass die Produkte umweltfreundlich sind und die Leistung der Waschmittel stimmt. All das ist gegeben.»


Der Autor im Kurzporträt

Thomas Lengenfelder ist seit 2014 als Verkaufsleiter und die Geschäftsentwicklung der DR.SCHNELL AG Schweiz verantwortlich. Der gebürtige Deutsche absolvierte ein Ingenieurstudium und hat mit 15 Jahren Praxis eine fundierte Verkaufs- und Führungserfahrung. Er bezeichnet sich als leidenschaftlicher Naturmensch. Er liebt Berge, Wasser, Umwelt und Sport. Thomas Lengenfelder ist Vater von zwei Kindern. Die Hauptzielmärkte von der DR.SCHNELL AG sind Kunden, die vom Vollsortiment profitieren können, das heisst: In allen Bereichen (Housekeeping, Küche, Textil, SkinCare), die von der DR.SCHNELL AG im Paket mit Produkten und Services unterstützt werden kann: Heime, Hotels, Spitäler, Dienstleister. Der Fokus wird gelegt auf die Unterstützung des Kunden, damit er seine Aufgaben noch effizienter, wirtschaftlicher, und ökologischer umsetzen kann.