Umweltziele & Maßnahmen

In unserer regelmäßig veröffentlichten Umwelterklärung geben wir transparent Auskunft über die erreichten Umweltziele und dafür getroffenen Maßnahmen der Vergangenheit sowie einen Ausblick auf Zielsetzungen und dafür notwendigen Schritte des Unternehmens.

Abgeleitet aus unseren Umweltversprechen definieren wir unsere Umweltziele, die wir mit entsprechenden Maßnahmen verfolgen.

1. Fokus auf Produkte mit Typ-I-Umweltzeichen


• Neue Produkte werden, solange es eine entsprechende Kategorie gibt, nur noch mit einem Typ-I Umweltzeichen auf den Markt gebracht.
• Jedes Jahr soll ein zusätzliches Produkt mit einem Typ-I-Umweltzeichen auf den Markt gebracht werden.
• Alle bereits mit Typ-I-Umweltzeichen zertifizierten Produkte werden bei einer Rezertifizierung erneut ausgezeichnet.
• Der Umsatzanteil der Produkte mit einem Typ I-Umweltzeichen soll jedes Jahr um 40 % gesteigert werden.

Was wir bisher erreicht haben:
• 2023 Zertifizierung des Unterhalts-, Intensiv- und Grundreinigers SCHIROCCO CLEAN mit dem EU-Ecolabel.
• 2022 Einführung des tensidfreien, neutralen Universalreinigers EASY QUICK N, ausgezeichnet mit dem EU-Ecolabel.
• 2021 Einführung des ökologischen Alkohol-Glanzreinigers für Böden und Oberflächen LEVANTE ECO. Ausgezeichnet mit EU-Ecolabel und Cradle-to-Cradle-Gold ist LEVANTE ECO Teil der ECO-COLLECTION und spart 21% CO2* im Vergleich zum Standard-Produkt.
• 2019 Einführung des ECOLUTION-Produktsystem: Wir nehmen an, dass ein ECOLUTION FOROL STICK eine Flasche FOROLFEE ersetzt. Wir nehmen zusätzlich an, dass ein ECOLUTION MILIZID STICK eine Flasche MILIFEE ersetzt. Dadurch ergeben sich Einsparungen von Emissionen und Verpackungsmaterialien. Die restlichen Emissionen sind durch Gold-Standard-zertifizierte Klimaschutzzertifikate kompensiert.
• Zudem nehmen wir an, dass eine Flasche ECOLUTION MILIZID Ultrahochkonzentrat bis zu 5 Flaschen MILIZID ersetzt, sowie eine Flasche ECOLUTION FOROL Ultrahochkonzentrat bis zu 5 Flaschen FOROL ersetzt. Die Verpackungsmenge bei gleicher Produktleistung sinkt. Anstatt fünf Flaschen Konzentrat muss nur noch eine Flasche Ultrahochkonzentrat verpackt und transportiert werden, wodurch Verpackungsmüll und Transportvolumen um bis zu 80% sinken. Dadurch ergeben sich weitere Einsparungen von Emissionen. Die restlichen Emissionen sind durch Gold-Standard-zertifizierte Klimaschutzzertifikate kompensiert.
• Stetige Arbeit an der Optimierung aller Rezepturen hinsichtlich ihrer CO2*-Bilanz nach ISO14067.

2: Verbesserung der Recyclatquote und der CO2*-Bilanz unserer Verpackungen


• Der Umwelt- und Klimaeinfluss der Verpackungen soll weiter reduziert werden. Hierfür werden die spezifischen Verpackungsemission (SVE) jährlich um 5% gesenkt.
• Der Anteil an Recyclatmaterial in den verwendeten Gebinden soll von 2,2% im Jahr 2021 auf 50% bis Dezember 2023 gesteigert werden.
• Der Umsatzanteil der Produkte mit einem Cradle-to-Cradle-Zertifikat soll jedes Jahr um 40 % gesteigert werden.

Was wir bisher erreicht haben:
• 2023 Umstellung von mehreren Gebinde-Deckelvarianten 1L auf 100% Recyclat-Kunststoff
• 2022 Abschaffung farbiger PE-Gebinde und Ersatz durch Flaschen und Kanister mit 30% Post-Consumer-Recyclat-PE-Anteil. Dadurch entstehen Einsparungen von bis zu 18% CO2* und Kunststoffen.
• 2022 Einführung von 10-Liter-Gebinden aus 100% Recyclat für alle Produkte der ECO-Collection (Ausnahme Gefahrgüter). Jeder 10L-Recyclat-Kanister spart bis zu 56% CO2* ggü. einem Standard DR.SCHNELL 10L-Gebinde.
• 2019 Einführung von 100% Recyclat-Flaschen für alle Produkte der ECO-Collection. Jedes 1-Liter-Recyclat-Gebinde spart ggü. einem DR.SCHNELL Standard PE-Gebinde (weiss) bis zu 56% CO2* ein.

3: Höherer Einsatz nachhaltig nachwachsender Rohstoffe


• Implementierung des RCI (renewable carbon index) in die Labordatenbank
• Erfassung des RCI-Wertes für 100% der Rezepturen
• Steigerung des RCI-Wertes bis Dezember 2023 um 10%

Was wir bisher erreicht haben:
• 100% Umstellung auf Bioethanol
• Einsatz von Rhamnolipid und Ausbau des Anteils in diversen Produktformulierungen. Rhamnolipide produzieren deutlich weniger CO2* als fossile Standardtenside.

4: Verbesserung der CO2*-Bilanz des Unternehmens


• Die CO2*-Bilanz (Corporate Carbon Footprint + Product Carbon Footprint) soll kontinuierlich gesenkt werden. Konkretes Ziel ist eine jährliche Senkung um 5% der spezifischen CO2*-Emission je kg Nettoverkaufsartikel.

Was wir bisher erreicht haben:
• Substitution von Rohstofflieferanten hin zu Lieferanten mit kürzeren Lieferwegen aus Österreich und Deutschland (z.B. Zitronensäure, Amidosulfonsäure, Bioethanol) Dadurch entstehen erhebliche Einsparungen von Emissionen durch verkürzte Transportwege und energetisch effiziente Herstellungsmethoden (für Zitronensäure).
• Nutzung von Photovoltaik zur Betreibung des Produktionsstandorts München. Teile des selbsterzeugten Stroms werden in das öffentliche Netz eingespeist. Über die Hälfte des Strombedarfs unserer Produktion wird selbst erzeugt.
• Betriebliches Mobilitätsmanagement - Mitarbeitertickets für öffentliche Verkehrsmittel werden seit Oktober 2020 zu 50% bezuschusst.
• Betriebliches Mobilitätsmanagement - Mitarbeiterparkplätze gibt es seit Oktober 2020 nicht mehr kostenfrei, sondern werden vermietet, um die Attraktivität der öffentlichen Verkehrsmittel weiter zu steigern. (Die erwirtschafteten Mittel fließen selbstverständlich in Form von Mitarbeiterevents und Investitionen in Nachhaltigkeitsziele, etwa den Ausbau der Ladestationen für E-Autos auf dem Gelände, zurück).
• Betriebliches Mobilitätsmanagement - Substitution von 3 Benzin-betriebenen Fahrzeugen durch Elektrofahrzeuge. Kompensation der Emissionen des Fuhrparks durch das zertifizierte Klimaschutzprojekt „Klimaeffiziente Kocher in Ruanda“.
• Festlegung neuer Richtlinien für den Fuhrpark, Einführung eines CO2*-Grenzwerts für Firmenwagen in Höhe von 145g CO2*/km
• Reduktion des Papierverbrauchs durch die Digitalisierung sowie Optimierung der operativen Abläufe (z. Bsp. Order- und Logistikabläufe)
• Dienstreisen sind, wenn möglich, mit Zugverbindungen zu bestreiten. Festgeschrieben in der DR.SCHNELL Reisekostenrichtlinie.
• Optimierung der Routenplanung der Außendienstmitarbeiter im Hinblick auf Effizienz und Ressourcenschonung durch neue regionale Vertriebsstruktur
• Optimierung der Produktionswasserbereitstellung durch eigene Anlagen (Erweiterung der Osmoseanlagen im Jahr 2020, wir stellen den Rohstoff “Demineralisiertes Wasser” vollständig vor Ort zur Verfügung).
• Emissionsreduktion durch den Einsatz einer Wasseraufbereitungsanlage am Produktionsstandort München. Die Stadtentwässerung wird hinsichtlich Chemikalien- und Energieeinsatz entlastet. Die Menge eingeleiteten Phosphats wird reduziert, es können Fällmittel in Kläranlagen eingespart werden. Durch die Reduktion der organischen Verdingungen des eingeleiteten Abwassers kann weniger klimaschädliches Faulgas (u.a. Methan, Kohlendioxid) generiert werden.
• Beratungsleistung „CO2*-reduziertes Sortiment“ mit Fokus auf den Vertrieb von Produkten mit Typ-I-Umweltzeichen und Cradle-to-Cradle-Zertifizierung
• weitere Optimierung und Verschärfung der Reiserichtlinien

Folgende Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen sind für 2024 geplant:

• CO2*-Bilanz nur als erster Schritt: Erweiterung der Fußabdrücke unserer Produkte um Landverbrauch, Eutrophierung und Versauerungspotential, um einen ganzheitlichen Überblick über die Umweltauswirkung zu erreichen
• Markteinführung einer Produktreihe zur Außenreinigung für Schienenfahrzeuge mit Typ I-Umweltzeichen
• Einführung eines Alleinwaschmittels „PRIMA PERFORMANCE“ mit Typ I-Umweltzeichen
• Erweiterung der Recyclat-Gebindestrategie auf Produkte der Geschirrreinigung
• Reduktion der CO2*-Emissionen des Unternehmens wie in der Umwelterklärung beschrieben
• Reduktion des verursachten Neu-Kunststoffs wie in der Umwelterklärung beschrieben

* CO2-Werte ermittelt durch ISO 14067-zertifizierte Berechnungsmethode